Geschichte

…angefangen um 1812 wurde das Gasthaus unter Josef Findek und Josefa Henglmüller erstmalig als Gastwirtshaus angeführt. Doch erst 1884 wechselte es in den Besitz der Familie Obenaus. Franziska und Josef waren die Großeltern von meinem Opa. Diese übergaben das Anwesen 1919 an ihre Tochter Theresia weiter, welche mit Anton Haslinger verheiratet war.

Das Paar hatte insgesamt 8 Kinder, welche es in die verschiedensten Himmelsrichtungen verschlug. Zwei davon sogar nach Amerika. Leider mussten drei Söhne in den Krieg ziehen und wurden dabei verwundet bzw getötet. Und so blieb das Erbe des Betriebes schlussendlich dem jüngsten Sohn Robert Haslinger. Mein Opa übernahm 1958 zusammen mit meiner Oma Hermine (Geb.Stöger) die Gaststätte – in der es überwiegend Getränke und kleine Speisen gab. Aus der Ehe mit Mina, wie sie von allen liebevoll genannt wurde, gingen 3 Kinder hervor: Herbert, Kurt und Herma.

Der älteste Sohn Herbert, mein Papa, ging nach der Kochlehre in Stift Göttweig einige Zeit zum Arbeiten auf ein Kreuzfahrtschiff sowie auf Saison nach Salzburg wo er seine zukünftige Ehefrau Gertraud (Geb.Hartsleben), ebenfalls gelernte Köchin, kennenlernte.

Mit viel Fleiß, Ehrgeiz und Unternehmergeist wurde schließlich seit 1979 aus dem eher einfachen Einkehrgasthaus und Probelokal der örtlichen Musikkappelle ein gutbürgerliches Gasthaus. Anfangs wurde nur ein simples Mittagsmenü gekocht, doch mit der Zeit wurde die Nachfrage immer größer und die Speisekarte schrittweise erweitert. Und so steht das Gasthaus zum Goldenen Kreuz seit der Betriebsübernahme durch meine Eltern, Herbert und Gertraud, für traditionell österreichische Hausmannskost und Gemütlichkeit.

Trotz der vielen Arbeit – unter anderem auch im Festsaal Lengenfeld –  fanden Sie immer auch Zeit für meinen Bruder Robert und mich, Andreas, sowie auch für die angeschlossene kleine Landwirtschaft.

Mit viel fortschrittlichem Gedankengut meiner Eltern wurden in meiner Kindheit einige wichtige Unternehmensschritte getätigt und beispielweise die Küche umgebaut sowie auch später vergrößert, die Säle ausgebaut und auch das Privathaus 1986  geschaffen.

Im Privathaus gab es sogar bis 2014 Fremdenzimmer zu vermieten.

Nachdem wir es gewohnt waren, von Gästen umgeben zu sein, zog es auch mich, Andreas Haslinger ins Gastgewerbe.

Nach der HLF in Krems zog es mich in alle Ecken des Landes um bei den Besten zu Lernen. Anfangs als Kellner, war ich schnell gelangweilt und wollte die besten Tricks der Spitzenköche erlernen und so fand ich bald meinen Platz in den Küchen des Landes. Während meiner Arbeitsreisen von Ischgl über Kitzbühel nach London und Zell am See, um nur einige Stationen zu nennen, lernte ich meine Partnerin Petra kennen.

2014 entschlossen wir uns ein gemeinsames Leben im Waldviertel zu führen, eine Familie zu gründen sowie das Gasthaus 2018 zu übernehmen.

Mit tatkräftiger Unterstützung meiner Eltern begann 2017 der „große Umbau“ mit einer kompletten Modernisierung des Gasthauses:
Verlegung des Eingangsbereichs, Schaffung von Barrierefreien Zugängen und Toiletten, Umgestaltung der Gaststube, Erweiterung um ein kleines Stüberl mit 25 Sitzplätzen sowie Erneuerung der Säle, Verdopplung der Größe und Modernisierung der gesamten Küche sowie Zubau eines 1.Stocks auf das vormals ebenerdige Gebäude. Die Übernahmepapiere haben wir schlussendlich im April 2018 unterschrieben.

Von Anfang an fand unser Vorhaben großen Anklang und Zuspruch bei den Gföhlern und so hatten wir im ersten Jahr nach dem Umbau über 40! Weihnachtsfeiern.

Gemeinsam mit unserem ersten Kind Laura das auch 2017 auf die Welt gekommen ist, war das schon eine Herausforderung. Doch das Gute bei einem Familienbetrieb ist die stete Unterstützung eben dieser. Und so sind wir in der glücklichen Lage, dass wir uns immer auf Hilfe verlassen konnten/können. Meine Eltern Herbert und Gertraud unterstützen uns im laufenden Betrieb, die Schwägerin umsorgte das Kind, Onkel Kurt und Tante Martha sowie mein Bruder Robert halfen uns in der Schank und der mittlerweilige Urli-Opa Robert fuhr auch seine Runden – mal mit dem Kinderwagen, mal mit dem Bierfass – je nach Bedarf.

2020 kam dann unsere zweite Tochter Hanna zur Welt und so wie wir zirka 3 Wochen nach Geburt unsere ersten Tochter Laura das Gasthaus nach dem großen Umbau aufsperrten, so sperrten wir zirka 3 Wochen nach Hannas Geburt 2020 das Gasthaus zu.

Corona war in Österreich angekommen und lange Schließzeiten standen uns bevor.

Um den Schaden so gering wie möglich zu halten, unsere Mitarbeiter zu binden und nicht in die missliche Lage der Arbeitslosigkeit während der Krise zu stürzen sowie das System aufrechtzuerhalten (Caritas, Hilfswerk, etc) entschlossen wir uns recht bald wieder auszukochen.

Weiters nutzen wir die Zeit und installierten einen TÜV-geprüften Kinderspielplatz mit großem Spielturm im Garten.

2024 entschlossen wir uns eine Photovoltaikanlage auf das Dach zu montieren um mit dem Zeitgeist zu gehen.

2025 werden wir beginnen die groben Installationen im Rohbau im ersten Stock zu unternehmen.

Weiters sind wir auch besonders stolz darauf seit 2019 auch Lehrlinge auszubilden und so unseren Teil dazu beizutragen dem Fachkräftemangel in der Branche entgegen zu wirken.